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„BEHAUSUNG“ unter diesem Titel öffnet der Skulpturengarten in diesem Jahr zum siebten Mal seine Gartenpforte.
Das Thema der Behausung erfüllt in unserer Gesellschaft unterschiedliche Bedeutungsebenen.
Behausungen dienen als Schutzraum, Rückzugsort, Heimat und Höhle, aber auch als Ort von Gefangenschaft, Enge und Trostlosigkeit. Immer wieder finden wir uns im assoziativen Schwebe-zustand zwischen Zwang und Freiheit, Fragilität und Stabilität.
Es gibt offensichtlich einen wesentlichen Unterschied zwischen dem „Hausen“, dem „Behausen“ und dem „Wohnen“ an einem Ort: Wer in einer Wohnung haust, wohnt dort nicht wirklich, er macht sie in Wahrheit unwohnlich. Und wer in einer – oder seiner – Behausung wohnt, haust dort offenbar nicht; er hat sich nämlich, im Gegenteil, wohnlich eingerichtet.
Der Titel Behausung hält sich von jeder einengenden, möglicherweise bevormundenden Bewertung fern. Das heißt, es bleibt grundsätzlich offen, ob mit dem Titel entweder die eine oder
die andere Alternative verbunden wird: Hausen oder Wohnen – oder sowohl die eine als auch die andere oder sogar weder die eine noch die andere – so dass am Ende sogar eine dritte Alternative ins Spiel käme, an die noch niemand gedacht hat …
Vielleicht eröffnet Ihnen das Thema „BEHAUSUNG“  ein Weg in die Sprache der Kunst, in der die Künstlerinnen und Künstler zu Hause sind und vielleicht finden Sie eine Tür, die in die eine oder andere Behausung führt.